In einem der größten Rechtskonflikte in der Geschichte des E-Sports verklagt die kanadische Organisation Gaimin Gladiators ihren ehemaligen Dota-2-Kader auf unglaubliche 7,5 Millionen CAD. Der Wendepunkt der Klage war die plötzliche Entscheidung der Spieler, sich von The International 2025 zurückzuziehen, nur zwei Wochen vor dem Anpfiff des Turniers im September.
Die massive Klage richtet sich direkt gegen Quinn „Quinn“ Callahan, Marcus „Ace“ Hoelgaard, Erik „tofu“ Engel und Alimzhan „watson“ Islambekov. Wie jedoch erstmals der erfahrene E-Sport-Journalist Richard Lewis berichtete, war das Ausweichen vor dem größten Event im Dota-Kalender nur der letzte Tropfen, der das Fass zum Überlaufen brachte.

In der Klage wird ein schwerwiegendes Muster vertraglicher Fahrlässigkeit in den letzten 18 Monaten geltend gemacht. Nach Angaben der Organisation haben die Spieler regelmäßig gegen ihre Vereinbarungen verstoßen, indem sie geplante Bootcamps nicht besuchten, obligatorische Sponsorenpflichten missachteten und der Marke aktiv sowohl finanziellen als auch Reputationsschaden zufügten.
Ein großer Teil dieses finanziellen Schadens wird direkt Quinn zugeschrieben. Das Rechtsdokument bezieht sich stark auf den vielbeachteten Ausbruch des Midlaners im Oktober 2024, als er einem Gegner sagte, sie seien „in einem Müllland geboren“. Gaimin Gladiators behauptet, dass dieser spezielle Giftvorfall eine sofortige Gegenreaktion auslöste und einen großen Sponsor dazu veranlasste, einen Deal im Wert von etwa 3 Millionen CAD zu kündigen.
Bisher haben weder Gaimin Gladiators noch einer der genannten Spieler eine offizielle öffentliche Stellungnahme zu dieser Situation abgegeben. Unabhängig davon, wie der Gerichtsstreit ausgehen wird, bestätigt die Klage faktisch den Tod des Gaimin Gladiators Dota 2-Projekts.