Die Entscheidung ist ein entscheidender Wendepunkt für die von Saudi-Arabien unterstützten Organisatoren knapp zwei Monate vor dem Starttermin am 6. Juli. Laut einem Bericht von Alexander Lee von GamesBeat erzwangen das unsichere geopolitische Klima und der anhaltende Krieg im Iran letztendlich den Schritt. Ralf Reichert, CEO der EWC Foundation, hatte zuvor die Hoffnung geäußert, die dritte Ausgabe in Riad abzuhalten, doch die Realität zwang das Turnier dazu, sich woanders umzusehen.
Für die Counter-Strike-Szene verwandelt dieser plötzliche Umzug das Hauptevent vom 12. bis 23. August in einen riesigen Heimvorteil für Team Vitality. Das CS-Turnier selbst erhält in diesem Jahr ein gewaltiges Upgrade: Die Anzahl der Teams verdoppelt sich auf 32 und der Preispool steigt auf 2 Millionen US-Dollar. Die meisten Plätze sind über das globale VRS reserviert, mit regionalen Einladungen und einem Platz, der für den Gewinner der laufenden Hero Esports Asian Champions League in Shanghai reserviert ist.
Ein siebenwöchiges Festival mit 24 verschiedenen Spielen rund um den Globus zu verlegen, bereitet logistische Probleme. Vier der CS-Slots sollten ursprünglich aus einem offenen LAN-Qualifikationsturnier mit 128 Teams stammen, aber ihr Schicksal ist aufgrund des Standorttauschs nun völlig ungewiss. Darüber hinaus muss Valve dem EBR noch eine formelle Regelausnahme für den plötzlichen Wechsel gewähren. Der Entwickler hat seine Ausnahmedatei zuletzt vor sieben Monaten aktualisiert und damit den ohnehin schon chaotischen Umzug noch spannender gemacht.