Microsoft wird in dieser Weihnachtszeit gleich zwei Konsolen der nächsten Generation herausbringen. Die Xbox Series X (vormals Project Scarlett) ist das Flaggschiff und für Microsoft die leistungsstärkste Konsole der nächsten Generation der Welt. Die Xbox Series S (früher Project Lockhart) bringt dagegen einige Opfer für eine gekürzte, aber immer noch auffällige Alternative.
Beide Konsolen der nächsten Generation werden für unterschiedliche Zielgruppen auf den Markt gebracht. Daher ist es ratsam, vor dem Kauf zu wissen, wie sie sich gegeneinander stapeln. Der folgende Vergleich versucht, den Lesern eine gute Vorstellung davon zu geben, ob sie zu gegebener Zeit eine Xbox Series X oder Xbox Series S kaufen sollen.
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Design
Xbox Series X und Xbox Series S bieten völlig unterschiedliche Designs. Ersteres ähnelt einem drohenden Monolithen mit einem großen Belüftungssystem. Letzteres ähnelt Xbox One S und ist fast 60 Prozent kleiner als Xbox Series X und verfügt über ein Belüftungssystem von der Größe einer Disc an der Seite.
Zu beachten ist, dass die Xbox Series X am besten für den vertikalen Stand ausgelegt ist. Allerdings können beide Konsolen der nächsten Generation auch horizontal platziert werden. Beide werden in Schwarz- bzw. Weißvarianten eingeführt, Microsoft sollte jedoch in Zukunft weitere Farbvarianten ankündigen.
Spezifikationen
Microsoft hat die Xbox Series X aus einem bestimmten Grund als die leistungsstärkste Konsole der nächsten Generation der Welt angepriesen. Das High-End-Modell enthält scheußliche Hardwarespezifikationen und soll viermal leistungsstärker sein als Xbox One X. Das Erstaunliche an Microsoft ist, dass ähnliche Vergleiche auch für die Xbox Series S gezogen werden können, jedoch bis zu einem gewissen Grad.
Xbox Series X und Xbox Series S verwenden denselben Prozessorchip, einen benutzerdefinierten AMD Zen 2-Achtkernprozessor mit 3,8 GHz pro Kern. Das Flaggschiff-Modell macht einen großen Grafiksprung, indem es eine benutzerdefinierte AMD RDNA 2-Grafikkarte mit 1,82 GHz und fast 12 Teraflops Rechenleistung enthält. Die Xbox Series S stockt im Vergleich zu einer abgeschwächten benutzerdefinierten AMD RDNA 2-Grafikkarte, die stattdessen mit 1,55 GHz und fast 4 Teraflops Rechenleistung getaktet wird.
Die Xbox Series X verfügt über 16 GB Speicher, von denen fast 2,5 GB dem Betriebssystem oder der Systemsoftware zugewiesen sind, sodass Spiele und andere Anwendungen über 13,5 GB Speicher verfügen. Xbox Series S reduziert diesen Gesamtspeicher auf nur 10 GB bei vermutlich gleichen Zuordnungen.
Für Speicherzwecke enthalten Xbox Series X und Xbox Series S ein benutzerdefiniertes 1-TB- bzw. 512-GB-NVMe-Solid-State-Laufwerk. Beide Konsolen der nächsten Generation unterstützen erweiterbaren Speicher für bis zu 1 TB zusätzlichen Festplattenspeicher.
Die einzige Hardwarespezifikation, die beide Konsolen der nächsten Generation unterscheidet, ist, dass die Xbox Series S vollständig digital ist. Daher enthält nur die Xbox Series X ein 4K-UHD-Blu-ray-Laufwerk. Physische Medien erfreuen sich in letzter Zeit immer größerer Beliebtheit. Da immer mehr Spieler nach digitalen Einkäufen suchen, ist Microsoft der Ansicht, dass eine konsolenlose Konsole der nächsten Generation perfekt zu Millionen von Nur-Digital-Playern passt.
Leistung und Grafik
Während die Leistung normalerweise von den Spielen selbst abhängt, zielt die Xbox Series X auf 60 Bilder pro Sekunde (und bis zu 120 Bilder pro Sekunde) bei 4K-Auflösung ab. Die Xbox Series S bietet genau die gleichen Bildraten, jedoch 1440p.
Microsoft hat die Raytracing-Unterstützung für realistische Echtzeit-Lichteffekte in beiden Konsolen der nächsten Generation bestätigt, aber es wird deutlich, dass die Zahlen eher Richtlinien entsprechen. Die Xbox Series X kann beispielsweise mit 60 Bildern pro Sekunde bei 4K auskommen, während die Xbox Series S mit 120 Bildern pro Sekunde bei 1440p für dasselbe Spiel auskommt. Die Frameraten hängen von den Auflösungen und der Hardware-Intensität ab, für die ein bestimmtes Spiel entwickelt wurde.
Derzeit sehen die meisten Triple-A-Entwickler den Spielern die Möglichkeit, zwischen einem grafischen (niedrige Bildrate, hohe Auflösung) und einem Leistungsmodus (hohe Bildrate, niedrige Auflösung) zu wählen.
Darüber hinaus stellen die benutzerdefinierten Solid-State-Laufwerke sicher, dass die Ladezeiten für Spiele der nächsten Generation schneller als je zuvor sind, was sich auch auf ältere Spiele auswirkt, die abwärtskompatibel sind.
Preis und Veröffentlichung
Die Xbox Series X wird am 10. November 2020 offiziell für 500 US-Dollar in den USA eingeführt. Die Xbox Series S soll am selben Tag offiziell gestartet werden, jedoch für 300 US-Dollar. Microsoft nimmt ab dem 22. September Vorbestellungen für beide Konsolen der nächsten Generation entgegen. Microsoft hat keine spielspezifischen Bundles angekündigt, die möglicherweise kurz vor dem Start erscheinen oder nicht.
Wichtig ist jedoch, dass Microsoft Xbox All Access aktualisiert hat, ein Zahlungsmodell, über das eine Xbox-Konsole für monatliche Raten ohne Vorabkosten erworben werden kann. Interessenten an Xbox All Access können Xbox Series X und Xbox Series S für 25 USD bzw. 35 USD pro Monat erwerben, basierend auf einem zweijährigen Zahlungsvertrag, der auch Xbox Games Pass Ultimate enthält.