In seinem neuesten Quartalsbericht für das erste Quartal des Geschäftsjahres 2027 hat Nvidia die Darstellung der Zahlen neu geordnet. Gaming existiert nicht mehr als eigenständige Linie. Alles, was nicht zum Rechenzentrum gehört, wurde in einer Abteilung, „Edge Computing“, gebündelt, wo GeForce-Karten, GeForce Now, Workstation-GPUs, KI-Modelle sowie Automobil- und Robotik-Chips alle auf einem Haufen landen. Das Unternehmen nennt es einen Berichtsrahmen, der „seine aktuellen und zukünftigen Wachstumstreiber besser widerspiegelt“.
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Gaming ist zu klein, um sich damit zu beschäftigen.
Edge Computing brachte im Quartal 6,4 Milliarden US-Dollar ein, weniger als zehn Prozent der Gesamtsumme. Das Rechenzentrumsgeschäft erwirtschaftete im gleichen Zeitraum 75,2 Milliarden US-Dollar, ein Plus von 21 Prozent gegenüber dem Quartal und 92 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Das ist der höchste Wert, den das Unternehmen jemals verzeichnet hat. Gaming-Kunden zahlen mehr als 4.000 US-Dollar für eine RTX 5090 und werden trotzdem in die Fußnoten geworfen.


Das Seltsame daran ist, dass wir jetzt noch weniger darüber wissen, wie sich Gaming tatsächlich entwickelt. Im letzten Quartal hat Nvidia Gaming bereits mit seinem KI-Modellgeschäft in einen Topf geworfen, was das Bild vertrübte. Jetzt sieht es schlechter aus: Edge Computing ist im Vergleich zum Vorquartal um 10 Prozent und im Jahresvergleich um 29 Prozent gestiegen, aber der Bericht sagt nichts darüber aus, was dieses Wachstum vorangetrieben hat, ob es Karten für Gamer, Autos, Roboter oder etwas ganz anderes waren.
Auf der Produktseite verweist das Unternehmen auf DLSS 4.5 mit Dynamic Multi Frame Generation im Laufe des Quartals sowie auf eine Vorschau auf DLSS 5, das Nvidia als seinen größten Grafikdurchbruch seit Raytracing im Jahr 2018 bezeichnet.
Für eine Branche, die auf Leuten aufgebaut ist, die schnellere Frames in ihren Spielen wollten, ist die Rechnung jetzt klar genug. Nvidia verdient sein Geld ganz woanders und der Bericht ist entsprechend gestaltet.