Im heutigen Ergebnisbericht für das Geschäftsjahr 26 lieferte Nintendo die Neuigkeiten, die niemand hören wollte. Der Switch 2 springt von 450 $ auf 500 $. Die Änderung trifft Anfang September die USA, Kanada und Europa. Der japanische Heimatmarkt wird den Stich am 25. Mai noch früher zu spüren bekommen, wenn die Konsole um 10.000 Yen auf 59.980 Yen steigt. Japanische Spieler werden auch Preiserhöhungen bei älteren Switch-Modellen und Switch Online-Abonnements erleben.
Das Unternehmen fasst die Entscheidung in übliche PR-Formulierungen zusammen und nennt in seiner offiziellen Pressemitteilung „Änderungen der Marktbedingungen“ und einen sich verändernden „globalen Geschäftsausblick“, aber die zugrunde liegenden Zahlen sind brutal. Nintendo erleidet einen massiven Einbruch bei der Hardware. Steigende Produktionskosten und US-Handelszölle belasten das Endergebnis. Das Unternehmen schätzt, dass allein die Hardwarekosten im nächsten Geschäftsjahr rund 100 Milliarden Yen (rund 640 Millionen US-Dollar) seines Gewinns verschlingen werden. Analysten erwarten seit Monaten eine Preiskorrektur und stellen fest, dass eine Erhöhung um 50 US-Dollar tatsächlich am unteren Ende dessen liegt, was der Markt befürchtet hat.
Die Switch 2 hat gerade ein gewaltiges erstes Jahr mit fast 20 Millionen verkauften Einheiten abgeschlossen, aber Nintendo bereitet sich bereits auf eine Verlangsamung vor. Ihre Prognose für das kommende Jahr wurde auf 16,5 Millionen Konsolen gesenkt. Investoren könnten mit höheren Margen pro Box bekommen, was sie wollen, aber Nintendo weiß genau, was das bedeutet: Der neue Preis wird ihnen Schwung kosten.