Eine anonyme Glassdoor-Rezension des Rockstar-Studios in Bengaluru weist auf unbezahlte Überstunden und brutale Nachtschichten hin, um die Frist für GTA 6 einzuhalten. Doch während die Community Alarm schlägt, wenn es zu Krisen kommt, lehnen Brancheninsider die Arbeitszeiten als gängige Praxis ab.
Der letzte Teil eines Rockstar-Spiels ist notorisch schwer und Grand Theft Auto 6 scheint da keine Ausnahme zu sein. Laut einer neuen Glassdoor-Bewertung eines Entwicklers bei Rockstar India wird von den Mitarbeitern erwartet, dass sie fünf bis sechs Monate Arbeit in ein zwei- bis dreimonatiges Zeitfenster packen. Der Zeitplan soll seit letztem Monat chaotisch sein, da Entwickler unbezahlte Überstunden machen und Schichten bis 3 Uhr morgens durchziehen, nachdem sie ihre Morgenstunden bereits erledigt haben.
Screenshots der Rezension machten auf X die Runde und lösten die üblichen Debatten rund um das Thema Entwickler-Burnout aus. Aber YouTuber und Insider Reece „Kiwi Talkz“ Reilly ([@kiwitalkz]), der Verbindungen zum Studio in Bengaluru hat und diese im Juni besucht, war nicht gerade schockiert.
„Was Sie Krise nennen, ist ganz normaler Arbeitsalltag in Indien, also 100 % ja, lol“, postete Reilly und fügte hinzu, dass er aus erster Hand wisse, wie „verrückt“ die Arbeitskultur dort sei.
Für jeden, der die Geschichte von Rockstar verfolgt hat, sind die Berichte über einen brutalen Endspurt keine Überraschung. Das Studio drängte die Entwickler bekanntermaßen am Ende von Red Dead Redemption 2 zu 100-Stunden-Arbeitswochen. Wenn man dann noch die Tatsache berücksichtigt, dass das Studio bereits im November über 30 Mitarbeiter entlassen hat, ergibt die Druckkochumgebung für das verbleibende Team Sinn.
Trotz bereits zweier Verzögerungen bleibt Take-Two-CEO Strauss Zelnick auf den Veröffentlichungstermin am 19. November 2026 festgelegt. Zelnick scherzte kürzlich, dass sich Millionen Menschen wegen der Veröffentlichung krank melden werden, obwohl er zugab, dass er „Angst“ vor den astronomischen Erwartungen hat, die das Spiel erfüllen muss. Offensichtlich spüren auch die Entwickler, die diese 3-Uhr-Schichten übernehmen, diesen Schrecken.